Strassenbahnen betreiben ihre Netze mit Gleichstrom (DC) bei 600 V oder 750 V. Diese Infrastrukturen stellen sehr spezifische elektrische Anforderungen. Die Natur des Gleichstroms und die hohe Dichte der Anlagen im städtischen Bereich erzeugen drei wesentliche Risiken: gefährliche Berührspannungen, Korrosion der unterirdischen Netze und schwer planbare Wartung. Bei Amperio vertreiben wir die SALTEK VLD für die gesamte Schweiz von Murten (FR) aus. Diese Geräte sind heute die technisch vollständigste Antwort auf diese drei Probleme. Hier erfahren Sie warum.
Was ist ein SALTEK VLD für DC-Strassenbahnnetze?
Ein SALTEK VLD — Voltage Limiting Device — ist ein elektrisches Schutzgerät. Konkret überwacht es dauerhaft die Spannung zwischen den metallischen Strukturen des Netzes und der Erde. Es greift automatisch ein, sobald ein Sicherheitsschwellenwert überschritten wird. Im Kontext von DC-Strassenbahnnetzen übernimmt der SALTEK VLD eine dreifache Schutzfunktion. Er schützt Fahrgäste vor gefährlichen Berührspannungen. Darüber hinaus begrenzt er die Streuströme, die zur Korrosion unterirdischer Infrastrukturen führen. Ausserdem integriert er einen Blitz- und Überspannungsschutz. Die massgebliche Norm für diesen Gerätetyp ist die EN 50122-1, die für ortsfeste Bahnanlagen in der Schweiz und in Europa gilt.
Schutz vor gefährlichen Berührspannungen
In einem DC-Strassenbahnnetz fliesst der Rückstrom über die Schiene. Wenn die Isolation zwischen Schiene und Erde nachlässt, wandert ein Teil dieses Stroms auf umliegende Metallstrukturen. Tatsächlich können Bahnsteige, Treppen, Brücken, Geländer und Leitungen betroffen sein. Diese Streuspannungen — auch Stray Voltages genannt — erreichen manchmal gefährliche Werte für Personen, die diese Elemente berühren. Infolgedessen ist das Risiko eines Stromschlags real und in mehreren Vorfällen auf europäischen Stadtbahnnetzen dokumentiert.
Wie funktioniert die automatische Erkennung?
Die SALTEK VLD überwachen in Echtzeit die Potentialdifferenz zwischen der Struktur und der Erde. Sobald dieser Wert den von der Norm EN 50122-1 festgelegten Schwellenwert überschreitet, schaltet das Gerät sofort um. So bringt es das Potential innerhalb von Millisekunden auf ein sicheres Niveau zurück. Diese Reaktion erfolgt, bevor ein Menschenkontakt schwerwiegende Folgen haben kann. Zusammenfassend lässt sich sagen: Dieser automatische Schutz ist für jeden Bahnbetreiber unerlässlich, der den schweizerischen und europäischen behördlichen Anforderungen entsprechen muss.
Streuströme und Korrosion der unterirdischen Netze
Die dauerhafte Erdung einer Schiene erzeugt Streuströme. Konkret fliessen diese Ströme durch den Boden und greifen vergrabene Metallrohre durch Elektrolyse an: Wasserleitungen, Gasnetze, Kabelschutzrohre, Glasfaserinfrastrukturen. Dieses Phänomen ist heimtückisch, weil es fortschreitend und unsichtbar ist. Es korrodiert die Wandungen von innen und verursacht Perforationen, Lecks und Brüche. In einem dichten städtischen Netz können Streuströme potenziell Dutzende von Kilometern Infrastruktur betreffen. Die Reparaturkosten belaufen sich dann auf Millionen, ohne die Störungen der anderen städtischen Versorgungsnetze zu berücksichtigen.
Forced-Switch-off-Technologie erklärt
Die Forced-Switch-off-Technologie von SALTEK löst dieses Problem an der Wurzel. Unter normalen Betriebsbedingungen bleibt die Schiene von der Erde isoliert. Infolgedessen entweichen keine Streuströme zu den benachbarten unterirdischen Strukturen. Die Erdung aktiviert sich nur, wenn ein Fehler erkannt wird. Mit anderen Worten: Sie greift nur dann ein, wenn die Sicherheit es wirklich erfordert. Diese bedingte Funktionsweise verlängert die Lebensdauer der unterirdischen Netze um mehrere Jahrzehnte. Aus diesem Grund erzielen Bahnbetreiber erhebliche Einsparungen über den gesamten Infrastruktur-Lebenszyklus.
SVL SALTEK : 3 Schutzfunktionen in 1 einzigen Gerät
Bis vor Kurzem erforderte der Schutz eines Knotenpunkts im DC-Bahnnetz mehrere separate Geräte. Dieser Ansatz brachte erhebliche Einschränkungen mit sich: Platzbedarf, Verkabelungsaufwand und eine Vielzahl potenzieller Ausfallpunkte. Im Gegensatz dazu integriert die SVL-Serie von SALTEK drei wesentliche Schutzfunktionen in einem einzigen kompakten Gerät.
VLD-D — Normalbetrieb Der VLD-D überwacht dauerhaft die Berührspannung. Er schaltet automatisch auf Erdpotential, sobald der gesetzliche Schwellenwert überschritten wird. So gewährleistet er die Sicherheit der Fahrgäste unter allen Umständen.
VLD-F — Fehlerbedingungen Der VLD-F bewältigt Kurzschlüsse und Isolationsfehler. Genauer gesagt sind seine Schaltvermögen auf die hohen Stromstärken ausgelegt, die im Fehlerfall auftreten.
SPD — Integrierter Blitzschutz Der SPD schützt die Anlage vor transienten Überspannungen durch Blitzeinschläge. Er entspricht der Norm SN EN 62305, die in der Schweiz gilt.
Ausserdem ist das Gerät darauf ausgelegt, die Verbindungsimpedanz zu minimieren. Dieser Parameter ist entscheidend für die Wirksamkeit der Erdung im Stossstrombereich. Konkret vereinfacht sein kompaktes Format die Gestaltung der technischen Schaltschränke und verkürzt die Inbetriebnahmezeiten.
Predictive Maintenance und SCADA-Kompatibilität
Die SALTEK VLD schützen nicht nur — sie kommunizieren auch. Im Gegensatz zu passiven Schutzgeräten lassen sie sich in eine zentrale Überwachung integrieren und unterstützen eine vorausschauende Wartungsstrategie. Tatsächlich übertragen sie Daten in Echtzeit über Standard-IoT-Protokolle, die mit bestehenden SCADA-Architekturen kompatibel sind.
Wie helfen SALTEK VLD dabei, Ausfälle vorherzusehen?
Jeder Schaltzyklus wird aufgezeichnet und mit einem Zeitstempel versehen. Die Häufigkeit dieser Auslösungen auf einem bestimmten Streckenabschnitt ist ein direkter Indikator für den Zustand der Gleisanlage. Beispielsweise kann eine schrittweise Zunahme auf eine Verschlechterung der Schienenisolation oder einen Wassereintritt hinweisen. Diese frühzeitig erkannten Signale ermöglichen eine gezielte Wartungsplanung. So vermeiden Betreiber ungeplante Ausfälle und Sicherheitsvorfälle. Zusammenfassend lässt sich sagen: Infrastrukturmanager reduzieren Notfalleinsätze, optimieren Wartungsrunden und erzielen messbare Einsparungen über den gesamten Lebenszyklus der Anlage.
FAQ — SALTEK VLD für Strassenbahnnetze in der Schweiz
Welche Norm regelt den Einsatz von SALTEK VLD in Bahnanlagen? Die massgebliche Norm ist die EN 50122-1. Sie legt die elektrischen Sicherheitsanforderungen für ortsfeste Bahnanlagen fest. In der Schweiz müssen Anlagen ausserdem die NIN einhalten und für den Blitzschutz die SN EN 62305.
Was ist der Unterschied zwischen einem VLD-D und einem VLD-F? Der VLD-D gewährleistet den Schutz im Normalbetrieb. Er überwacht die Berührspannung und schaltet auf Erde, wenn der Schwellenwert überschritten wird. Der VLD-F hingegen ist für Fehlerbedingungen ausgelegt, mit einem Schaltvermögen, das auf die Kurzschlussströme abgestimmt ist.
Sind die SALTEK VLD mit bestehenden SCADA-Systemen kompatibel? Ja. Die SALTEK VLD kommunizieren über Standard-IoT-Protokolle. Infolgedessen lassen sie sich in die grosse Mehrheit der SCADA-Architekturen ohne spezifische Anpassung integrieren.
Vertreibt Amperio die SALTEK VLD in der ganzen Schweiz? Ja. Amperio vertreibt das komplette SALTEK VLD Sortiment von Murten (FR) aus. So decken wir das gesamte Schweizer Gebiet ab, sowohl in der Deutschschweiz als auch in der Romandie.
Ein Schutzprojekt im Schienenbereich in der Schweiz? Kontaktieren Sie Amperio
Amperio ist der Schweizer Spezialdistributor für Blitzschutz, Erdung und Überspannungsschutz. Konkret begleiten wir Ingenieure, Planungsbüros und Installateure in allen Projektphasen: Dimensionierungshilfe, Normkonformität (NIN / SN EN 62305 / EN 50122-1) und Produktverfügbarkeit. Für technische Fragen oder Offertanfragen wenden Sie sich direkt an Dominic Törincsi.
Dominic Törincsi — Vertriebsleiter, Deutschschweiz +41 (0) 79 475 63 03 | d.toerincsi@amperio.ch
Technische Quelle: Passenger Safety and Millions in Savings on Infrastructure — SALTEK s.r.o.
