Elektrische Anlagen für den Winter vorbereiten: Wichtige Kontrollen und geeignetes elektrotechnisches Material
Der Winter stellt elektrische Anlagen in der Schweiz vor besondere Herausforderungen. Feuchtigkeit, Frost, Kondensation und schnelle Temperaturschwankungen erhöhen das Risiko von Ausfällen – insbesondere bei Ausseninstallationen, Industrieanlagen und exponierten Komponenten.
Damit Ihre Anlagen zuverlässig funktionieren, empfehlen wir fünf zentrale Prüfungen sowie den Einsatz geeigneter elektrotechnischer Produkte. Dieser Leitfaden richtet sich an Installateure, Planungsbüros, Industrieanlagenbetreiber und technische Einkäufer.
1. Erdung überprüfen: Stabilität bei Feuchtigkeit und Frost
Gefrorener oder durchnässter Boden kann den Erdungswiderstand verändern und damit den Schutzpegel reduzieren. Eine instabile Erdung führt zu unerwünschten Auslösungen und kann die Sicherheit beeinträchtigen.
Worauf achten?
- Aktuelle Messung des Erdungswiderstands
- Durchgängigkeit der Erdungsleiter
- Prüfung exponierter Erdanschlüsse
2. Potenzialausgleich kontrollieren: Stabilität bei Frost und Tauwetter
Frost, Tauwetter und Kondensation führen zu stärkeren Potenzialdifferenzen an Metallteilen. Ein mangelhafter Potenzialausgleich kann Störungen, sporadische Unterbrüche oder Fehlfunktionen auslösen.
Kritische Bereiche
- Metallkonstruktionen im Freien
- Ausseninstallationen in Industrieumgebungen
- Installationen mit starken Temperaturschwankungen
3. Überspannungsschutzgeräte (SPD) prüfen
SPD sind im Winter besonders gefordert, da Kondensation und tiefe Temperaturen ihre Schutzwirkung reduzieren können.
Winterbedingte Risiken
- Kondensation im Gehäuse
- Vorzeitige Alterung der Module
- Verringerte Schutzwirkung bei Kälte
Empfohlene Kontrollen
- Sichtkontrolle des Verschleissindikators
- Prüfung der ersetzbaren Module
- Sicherer Einbau im Verteilergehäuse
Für wintertaugliche Installationen sollten robuste, zertifizierte SPD verwendet werden.
4. Aussenliegende Verbindungen prüfen: Häufige Ursache für Winterausfälle
Kälte beschleunigt Oxidation, Versprödung und Kontaktprobleme. Dies führt oft zu sporadischen Unterbrüchen, Lichtbögen oder Überhitzung.
Typische Symptome
- Sporadische Spannungsausfälle
- Erwärmte oder verfärbte Klemmen
- Fehler, die nicht reproduzierbar sind
Empfohlene Massnahmen
- Sichtprüfung aller exponierten Verbindungen
- Ersetzten beschädigter oder oxidierter Komponenten
- Verwendung robuster Verbindungstechnik
5. Aussengehäuse prüfen: Feuchtigkeit als verstecktes Risiko
Auch Gehäuse mit IP65/IP66 können Kondensation aufweisen, wenn Temperaturwechsel stark sind. Schon geringe Feuchtigkeitsmengen können Störungen verursachen.
Worauf achten?
- Dichtungen und Kabeleinführungen
- Spuren von Kondensation oder Frost
- Stabilität des Gehäusematerials bei Kälte
Empfohlen werden wintertaugliche Aussenverteilergehäuse mit hoher IP-Klasse und optionalen Anti-Kondensationslösungen.
Warum das richtige Material entscheidend ist
Für winterkritische Anwendungen empfehlen sich:
- SPD für Ausseninstallationen
- Aussengehäuse IP65/IP66
- Kältebeständige Kabeleinführungen
- Robuste Verbindungstechnik
Amperio bietet elektrotechnisches Material, das ideal für Installationen in anspruchsvollen Schweizer Winterbedingungen geeignet ist.
Fazit: Prävention ist günstiger als ein Ausfall im Winter
Regelmässige Kontrollen und geeignetes Material verhindern die meisten winterbedingten Störungen. So bleiben elektrische Anlagen sicher, zuverlässig und betriebsbereit.
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